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Dämme, Mauern: Vor Hochwasser geschützt


Leiblach: Mehr Sicherheit vor Hochwasser
Marktgemeinde Hörbranz optimierte den Hochwasserschutz Leiblach (fkm 3,40 bis 4,30)

Beschreibung
Ausgangslage:
In Hörbranz kann es im Bereich oberhalb des Sportplatzes bei Ereignissen > HQ100 bzw. bei Verlegungen des Abflussweges zu Ausuferungen kommen. Als weiteres Risiko-Szenario sind Dammbrüche auf der gesamten Länge zwischen Sannwaldwehr und dem auslaufenden Damm beim Sportplatz möglich. Auch diese Ausuferungen würden flußabwärts durch die bestehenden Dämme am Rückfluss in die Leiblach gehindert. Zusätzlich ist die Hinterlandentwässerung durch den bestehenden Damm von der Leiblach abgeschnitten. Das Wasser sammelt sich im Katastrophenfall im Bereich der Tennisplätze und kann nur langsam über die bestehenden Entwässerungsanlagen abfließen. Bei allen diesen Szenarien sind Objekte wie der Sportplatz, der Tennisplatz und benachbarte Gebäude gefährdet. Überschwemmungen könnten nur durch die zu klein dimensionierte Hinterlandentwässerung stark zeitverzögert abgeführt werden.

Projekt:
Für die Leiblach an der Staatsgrenze zwischen Deutschland und Österreich von der Mündung in den Bodensee (Fluss-km 0,00) bis zur Mündung des Rickenbachs bei Fluss-km 10,90 wurde im Jahr 2012 ein Gewässerentwicklungskonzept erstellt. Darauf basierend wurde am linken österreichischen Ufer zwischen dem bestehenden Sannwaldwehr bei Fluss-km 3,425 und Fluss-km 4,3 der Hochwasserschutz in den Jahren 2016 und 2017 deutlich verbessert. Die potenziell vom Hochwasser betroffenen Sportstätten und Wohngebäude an Ufer- und Grenzstraße sollten vor einem Hochwasser mit 100-jährlicher Wiederkehrwahrscheinlichkeit geschützt werden. Der maßgebliche Abfluss für dieses Ereignis liegt bei 130 m³/s. Als Grundlage dafür wurden im Vorfeld ausführliche geotechnische Erkundungen und Standsicherheitsprüfungen der bestehenden Dämme sowie Variantenuntersuchungen durchgeführt.

Das Sannwaldwehr musste aufgrund der Vorgaben des Bayerischen Naturschutzes erhalten bleiben. Daher wurden die bestehenden Dämme, die durchwegs als nicht standfest einzustufen waren, erneuert und auf ein Freibord von 0,75 m erhöht. Die Hinterlandentwässerung wurde mitberücksichtigt, damit keine Verschlechterungen entstehen und die Rückstausituation aus der Leiblach entschärft wird. Auch die Gewässerstrukturen wurden in enger Abstimmung mit den Amtssachverständigen und der ökologischen Bauaufsicht verbessert.

Projektinhalt:

Folgende Maßnahmen wurden zur Erhöhung der Hochwassersicherheit ausgeführt:

  • Weganhebungen
  • Dammerrichtung mit bewehrter Erde und Böschungsfuß-Drainage
  • Vorgrundsicherungen
  • Steinschlichtungen
  • Geländemodellierungen
  • Adaptierung Straßenbrücke Bergerbach
  • Neuerrichtung Ufermauer
  • Strukturierungsmaßnahmen im Gewässer, ökologische Aufwertung
  • Vorbereitende Maßnahmen Hinterlandentwässerung
  • Unsere Leistungen:
  • Grundlagenerhebung
  • Variantenuntersuchung
  • Einreich-, Ausführungsplanung
  • Ausschreibung, ÖBA
  • Förderungsabwicklung

 

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